Das erste Wochenende nach Muttertag – Treffen Mitte
von Dieter Gläsker
Dieses Jahr waren wir eingeladen nach Weinähr an die Lahn.
14 Tage vorher, jeder erinnert sich, wunderbares Wetter, sonnig und warm. Am entsprechenden Wochenende, Samstagmorgen, 07:00 Uhr Frühstück – es beginnt zu regnen. Das kennen wir doch irgendwo her! Dann bleibt das Dach eben zu! Nach drei Stunden Fahrt, wir nähern uns dem Zielgebiet, da müssen wir mal – auf die Karte schauen. „Iiih, da ist ja alles nass!“ Natürlich hatte sich wieder etwas Wasser durch die Scheibendichtung gedrückt und war unbemerkt in die Kartentasche auf der Beifahrerseite getropft. Wir sind gut ausgerüstet, dafür haben wir immer ein paar Papiertaschentücher dabei.
Mittlerweile hatte sich das Wetter aber stark gebessert. Jörg aus Wiesbaden reiste sogar offen an und in kurzen Hosen.
Nach dem Mittagessen soll zügig zur Ausfahrt gestartet werden. Die Sonne lacht, die Dächer werden aufgemacht, dann stehen alle abfahrbereit auf der Straße.
Alle? Nein, ein widerspenstiger, kleiner roter Spider weigert sich beständig anzuspringen.
Der andere Jörg (aus Wesel): „Das ist bestimmt der Hallgeber. Den wechsel ich mal kurz aus, dann geht’s gleich weiter!“ Gesagt, getan. Aber nichts rührt sich. Der Spider will nicht.
Der Lehrer, ein geborener Doppellinkshänder: „Ich hatte das mal, vor einer Kirche, sehr peinlich, die vielen Zuschauer, da war’s die Sicherung für die Benzinpumpe, soll irgendwo im Fussraum …..“ Zuhörer: Keiner! Wie in der Schule.
Ingo aus dem Abarth-Spider: „Der hat immer noch keinen Zündfunken! Da wechseln wir noch den Verteilerfinger!“ Ergebnis gleich Null.
„Dann eben auch noch die Verteilerkappe!“ Nichts rührt sich.
Der Lehrer unverdrossen: „Also, bei mir war das mal …“
Uwe Schilling - endlich: „Dann schauen wir mal, ob der überhaupt Sprit bekommt!“ Benzinschlauch ab – Zündschlüssel gedreht – kein Sprit!! Ha!
„Dann wechseln wir mal das Relais für die Benzinpumpe“, Jörg, der aus Wesel, „Das ist dann aber erst einmal der letzte Versuch.“ Immer noch nichts. Schnell noch den Luftmengenmesser kontrolliert – auch nichts.
Die Gruppe gibt auf. Die beiden Insassen des widerspenstigen Spiders werden auf andere Fahrzeuge aufgeteilt, Gott sei Dank waren mehrere Fremdfahrzeuge mit bis zu vier Sitzplätzen dabei.
Es wurde eine sehr rasante Fahrt bergauf, bergab, durch herrliche Spitzkehren und lauschige Wälder – das Nicolaus-August-Otto-Museum wurde kurz besichtigt, dann ging es an der Loreley vorbei zum Rhein und über wieder herrliche Straßen zurück nach Nassau an der Lahn.
Vor dem Abendessen gelang es dann der Mannschaft um Jörg Rohde noch den Spider wieder zum Laufen zu bringen. Die Benzinpumpe wurde überbrückt, auch dann tat sich nichts, bis jemand den Hammer nahm – ein leichter Schlag und schon lief alles wieder.
Habt ihr mal mitgezählt was alles ausgewechselt wurde? Das alles und noch einiges mehr hatte allein Jörg an Ersatzteilen in seinem Kofferraum! Wir hatten ein Päckchen Papiertaschentücher dabei. Kann man doch immer mal gebrauchen, oder? Und heil zu Hause angekommen sind wir auch. Vielen Dank für das tolle Wochenende.
Übrigens: Eine Benzinpumpe ist teuer, ein Benzinfilter nicht. Den bitte öfter mal tauschen!

